Rechenzentrum
Telehouse
Bauherr: Telehouse Deutschland GmbH
Ort: Frankfurt/M.
Als Architekten und Planer begleiten wir seit 2012 den Rechenzentrums-Betreiber Telehouse Deutschland GmbH bei der kontinuierlichen Entwicklung ihres Campus in Frankfurt am Main.
Wo Datenströme zusammenlaufen, entstehen hochkomplexe technische Ökosysteme, die höchste Anforderungen an Sicherheit, Effizienz und bauliche Präzision stellen.
Die Zusammenarbeit mit Telehouse Deutschland GmbH ist für uns mehr als nur eine Reihe von Bauprojekten – es ist die Weiterentwicklung eines Standorts, der für die digitale Wirtschaft von zentraler Bedeutung ist.
ABBRUCH GEBÄUDE B + D & HALLE G
2013 – 2014
Um Raum für die hochkomplexen Anforderungen zukunftsweisender Technologien zu schaffen, wurden Teile der bestehenden Substanz auf dem Gelände der Telehouse GmbH grundlegend zurückgebaut.
Die seit Jahren nicht mehr in Betrieb befindlichen Gebäude B und D sowie Halle G wurden im Zuge dieser Maßnahme vollständig beräumt.
Die schiere Dimension des Abbruchs zeugt von der Ambition, die unsere Neubauprojekte leitet:
Wo einst massive Strukturen den Raum besetzten, entstand durch den Rückbau eine fast ehrfürchtige Leere – eine dringend benötigtes Vakuum und die notwendige Befreiung des Areals.
NEUBAU TECHNIKGEBÄUDE B
2014 – 2017
Vor dem Hintergrund stetig steigender technischer Anforderungen an die IT-Infrastruktur haben wir das Technikgebäude B realisiert. Dieser Baukörper dient primär der energetischen Versorgung eines angrenzenden Rechenzentrums und fungiert als kritische Schnittstelle im Energieverbund des Campus.
Das Gebäude ist kompakt konzipiert und umfasst zwei Vollgeschosse sowie zwei Zwischengeschosse und ein Kellergeschoss.
Analog zur Campus-Typologie sind die Dachflächen für die Aufnahme massiver Rückkühlgeräte optimiert. Die Schornsteine der Notstrom-Dieselaggregate wurden klar und funktional als Gruppe zusammengefasst.
Eine Besonderheit stellt die technische Anbindung an Gebäude A dar. Diese wurde über einen unterirdischen, begehbaren Schacht gelöst, der eine sichere und wartungsfreundliche Führung der Versorgungsleitungen ermöglicht.
NEUBAU RECHENZENTRUM MIT TECHNIK GEBÄUDE D
2018 – 2020
Westlich an den Bestand anschließend, entstand ein weiterer Baukörper, der das Areal durch seine klare Tektonik rhythmisiert. Das viergeschossige Rechenzentrum integriert im Erdgeschoss zusätzliche Zwischenebenen zur optimalen Flächennutzung. Die gesamte Kubatur ist zudem vollflächig unterkellert ausgeführt.
Das äußere Erscheinungsbild wird durch eine konsequente Materialwahl definiert. Die Kubatur steht durch die vertikalen Aluminiumlamellen mit den weichen Putzoberflächen im wechselvollen Dialog.
In der Konstruktion vereint der Entwurf maximale Stabilität mit höchsten bauphysikalischen Standards. Der Stahlbeton-Massivbau erfüllt vollumfänglich die Anforderungen an Wärme-, Schall- und Brandschutz.
Biometrische Scanner, Schleusen und Videoüberwachung sorgen dafür, dass nur autorisiertes Personal die Serverräume betritt.
Die wachsende Bedeutung der Cloud führt zu einem exponentiellen Bedarf an leistungsfähigen und geschützten Datenzentren.
Ein Blick in die Serverräume: Systematische Unterbringung der Hardwarekomponenten in den vorgesehenen IT-Flächen.
RECHENZENTRUM GEBÄUDE M
2019 – 2022
Der Neubau, des Rechenzentrums Gebäude M steht exemplarisch für unsere Kompetenz in der Planung technisch-integrierter Architektur. Der viergeschossige Neubau fügt sich nahtlos in die hochgesicherte Umgebung ein und stellt eine Fortsetzung der, mit dem Technikgebäude B initiierten Fassadengestaltung dar.
Das Gebäude wurde in massiver Stahlbetonbauweise errichtet, wobei das Untergeschoss als „Weiße Wanne“ höchste Sicherheit gegen Grundwasser bietet.
Durch die Struktur der Z-Lamellen gewinnt der Baukörper an technischer Klarheit, während das Wärmedämmverbundsystem energetische Standards erfüllen.
Der Neubau integriert all die hochkomlexen Anforderungen an die Technik- Stromversorgung, Kühlung , Brandschutz, physische Sicherheit und Zutrittskontrolle
UMNUTZUNG UND UMBAU EINES HEIZHAUSES IN EINE TECHNIKZENTRALE
2021 – 2022
Die Umnutzung des ehemaligen Heizhauses zur Technikzentrale erforderte eine grundlegende bauliche Neustrukturierung.
Durch fachgerechte Schadstoffsanierung schufen wir zunächst eine sichere, unbelastete Basis für alle weiteren Maßnahmen.
Nach dem Rückbau des alten Industrie-Schornsteins wurden die Abgasführungen der Notstrom-Dieselaggregate als neue funktionale Einheiten an der östlichen Fassade angeordnet.
Die Erschließung des Obergeschosses, sowie der Dachflächen erfolgt über die neu errichtete Stahl-Außentreppe an der Südseite des Gebäudes.
RECHENZENTRUM GEBÄUDE N
2024 – 2026
An Gebäude M anschließend, entsteht derzeit ein Baukörper, der konsequent „von innen nach außen“ gedacht wurde.
Als reine Technik-Hülle konzipiert, verzichtet der Entwurf auf klassische Aufenthaltsflächen zugunsten einer maximalen Flächeneffizienz.
In einem Umfeld, das keinen Stillstand erlaubt, sichern wir zudem durch gezielte Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen der Bestandsgebäude und Freiflächen die Hochverfügbarkeit sensibler Infrastrukturen. Dabei führen wir die Bestandsarchitektur präzise an die strengen Anforderungen moderner Sonderbauverordnungen heran. Umfassende Dach- und Fassadensanierungen zur Sicherung des langfristigen Werterhalts vervollständigen unser Tätigkeitsfeld auf dem Campus der Telehouse Deutschland GmbH.